
Status: Das Jackett hängt am Haken, die Akten sind geschlossen. Hier schreibe ich als Bürger, nicht als Vizepräsident.
Kennt ihr diese Momente, in denen man einfach nur auf den Bildschirm starrt und hofft, dass sich die Zahlen oder die Farben auf der Karte doch noch ändern? Die letzte Woche im Weltkrieg war für mich genau so eine. Die Türkei hat ihre Hauptstadt gehalten, ein herber Schlag für unsere Pläne. Und während ich das hier schreibe, weiß ich, dass in Bayern und Baden-Württemberg immer noch die italienische Flagge weht. Das ist kein schönes Gefühl, besonders wenn man so viel Herzblut in die Strategie steckt.
Wir haben viel auf Diplomatie gesetzt, haben geredet, verhandelt und auf Drittstaaten gebaut. Im Nachhinein betrachtet muss man ehrlich zu sich selbst sein: Während wir am Verhandlungstisch saßen, wurden draußen Fakten geschaffen. Wer genau hinsieht, erkennt das Muster – man hat uns den Raum zum Reden gelassen, um an anderer Stelle zuzugreifen. Das ist die Art von Lektion, die man nicht im Handbuch liest, sondern die man schmerzhaft lernen muss.
Ich merke, dass ich das Ganze nicht einfach so stehen lassen kann. Es nagt an einem. Deshalb werde ich mir morgen den Vormittag nehmen, mich mal ganz ohne das offizielle Protokoll hinsetzen und alles aufschreiben, was diese Woche schiefgelaufen ist.
Ich will für mich und vielleicht auch für euch verstehen, wo genau wir die falsche Abzweigung genommen haben. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, die Dynamiken hinter diesem Krieg besser zu verstehen. Fehler zu machen ist das eine, sie aber unkommentiert stehen zu lassen, wäre der eigentliche Fehler.
Wie geht ihr damit um, wenn eure Pläne an der Realität scheitern. Direkt weitermachen oder erst mal tief durchatmen und analysieren?