Rheinland, Vorabend des 23. April
Die Fackeln brannten, als Genosse Babu_Frik in dieser Nacht das Wort ergriff. Keine weichen Worte, keine leeren Phrasen — nur die nackte, brennende Wahrheit eines Mannes, der aus den Reihen der Malocher kommt und dorthin zurückkehrt.
„Erinnert euch an Gambia!"
, donnerte er in die Menge.
„Ein kleines Volk, geknechtet und vergessen. Bis sie aufstanden und die Faust hoben, Schulter an Schulter mit den Genossen der ADAV! Bis die Schiffe feuerten, bis die Gräben gegraben wurden, bis in der Nacht um 23:45 Uhr die Ketten brachen! Das war nicht der Staat, der Gambia befreite. Das waren WIR. Das waren Arbeiter, Kämpfer, Genossen — Menschen, die nicht fragten ob, sondern nur wann. Und die Antwort war: JETZT!"
Die Menge tobte. Babu_Frik hob die Hand, nicht zur Beschwichtigung, sondern zur Schärfung.
„Präsident Rothwer führt dieses Land mit Weitsicht und starker Hand, und die ADAV respektiert einen Staatsmann, der Deutschland nicht verschachert. Doch während die Regierung verwaltet, kämpft die Arbeiterbewegung! Während andere reden, marschiert die roten Brigaden, allen voran die Proletaria! Unter Comandante Primo, unserem Primo, haben sich die Besten dieses Landes versammelt, Männer und Frauen, die nicht zittern, wenn die Geschichte sie ruft! Ich stehe neben dem Comandante wie sein Schatten, sein Arm, sein Wille in den Gräben — und ich werde nicht weichen!"
Seine Stimme senkte sich, wurde leiser, und gerade deshalb schnitt sie tiefer.
„Am 25. April wird Deutschland zeigen, was es wert ist. Nicht in Kongressreden. Nicht in Zeitungsartikeln. Sondern auf dem Feld, wo Männer stehen oder fallen. Italien hat seine Lehre noch nicht gelernt... Wir werden sie erteilen! Denn die Geschichte der Unterdrückten ist lang, aber sie endet immer gleich: Die Arbeiter siegen. Die Brigaden marschieren. Und kein Imperium, das auf den Knochen der Malocher gebaut wurde, hält ewig stand."