Liebe Mitbürger,
einige kennen mich vielleicht noch unter meinem bisherigen Namen Pacis.
Pacis kommt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „des Friedens“.
Als ich diesen Namen gewählt habe, war ich noch jung, unerfahren und voller Hoffnung. Ich glaubte an Diplomatie, friedliche Koexistenz und daran, dass man Konflikte auch ohne Gewalt lösen kann.
Dann kamen die jüngsten Ereignisse in Italien.
Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, kam es in Italien zuletzt zu bedauerlichen Unruhen.
Natürlich konnten wir als friedliebende Deutsche diesem Chaos nicht einfach tatenlos zusehen.
Also haben wir getan, was jede verantwortungsbewusste Friedensmacht tun würde:
Wir haben unsere Panzer geschickt.
Und was soll ich sagen? Die Friedensverhandlungen waren ein voller Erfolg!
Die Unruhen wurden unter unseren Panzerketten niedergetrampelt und die Ruhe konnte wiederhergestellt werden.
Zugegeben, der ein oder andere Italiener hatte sich den Friedensprozess vermutlich etwas anders vorgestellt.
Aber man kann es schließlich nicht jedem recht machen.

Die Ereignisse haben mich zum Nachdenken gebracht.
Vielleicht war meine bisherige Vorstellung von Frieden einfach zu eng gefasst.
Schließlich kann man stundenlang über Frieden diskutieren. Man kann Resolutionen verabschieden, diplomatische Noten verschicken oder gemeinsam ein Friedenslied singen.
Oder man fährt einfach mit 30 Panzern vor.
Das Ergebnis ist erstaunlich ähnlich: Plötzlich sind alle ganz still.
Und Stille ist doch irgendwie auch Frieden, oder?
Nach diesen Erfahrungen habe ich beschlossen, meinen Namen und meine Tätigkeit den neuen geopolitischen Realitäten anzupassen.
Aus Pacis wird ab sofort:
Die Namensänderung ist übrigens nicht nur symbolisch. Ich werde künftig auch als Waffenhändler tätig sein. Mein Spezialgebiet: Panzer.
Selbstverständlich alles im Dienste des Friedens. Schließlich wäre es doch tragisch, wenn die internationale Völkerverständigung an einem Mangel an schwerem Kriegsgerät scheitern würde.
Ich stehe also weiterhin für dieselben Werte wie zuvor:
Frieden, Harmonie und Völkerverständigung.
Ich habe lediglich eingesehen, dass sich diese Werte mit ein paar Tonnen deutscher Ingenieurskunst deutlich überzeugender vertreten lassen.

An meinen Zielen hat sich also nichts geändert. Ich möchte nach wie vor eine friedliche Welt.
Eine Welt ohne Konflikte.
Eine Welt, in der sich alle Nationen respektieren.
Und falls das jemand anders sieht, wissen wir ja inzwischen, wie wir das Problem lösen – notfalls mit dem passenden Panzer aus dem Sortiment von Panzerpacis.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen friedlichen Tag!
Euer PanzerPacis
PS: An unsere italienischen Freunde: Die Schäden an euren Straßen waren leider unvermeidbar. Frieden hat nun mal seinen Preis. Die Reparaturkosten könnt ihr gerne bei unserer diplomatischen Abteilung einreichen. Wir haben allerdings gerade niemanden, der dort arbeitet.