
Was sich die Zuschauer nun fragen:
Schaffen sie es gemeinsam,
ohne verlust oder einsam
das licht in den Schatten zu tragen.
Es sangen einst die Glocken weit,
vom Strom bis an des Nordwinds Saum,
da standen fest in alter Zeit,
vier Eichen gleich in einem Raum.
Zwei waren mächtig, tief verwarht,
im Erdreich alter Treue Bund.
Von Erz prächtig, sturmbehaart,
und Wurzeln schlugen aus dem Grund.
Die dritte trug des Nordens Licht,
die vierte hielt den Bernsteinstrand.
Sie standen still und wankten nicht,
als wärens von Götterhand.
Doch fern im Osten hinter friedlichen Reihn,
wo längst ein alter Adler schlief,
begann ein leises Glocken schrein.
Das durch die Nebelkammern rief.
Ein Land begehrte alten Stein.
Verlorene Pfade, Feld und Tor.
Nicht sanft erklang sein Ruf allein,
und mancher Schatten trat hervor.
Da regte sich im Dunkelgrund der Neid,
verborgen, kalt und schwer.
und Münzen wanderten zur Stund,
wie schwarze Raben übers Meer.
Aus Lilienland und Löwenflur,
von Inseln, wo die Winde schrein,
floß so manche verborgene Spur,
in jenes junge Feuer rein.
Bald brach der Damm der alten Ruh.
Der Wald zerschnitt sich Ast um Ast.
Tore fielen spät und früh.
Unter den Jahrens schwere Last.
Die vier Getreuen standen fest,
doch kam der Schlag von allen Seiten.
Kein Schild vermag im Weltenrest,
dem Sturm aus hundert Richtungen zu bestreiten.
So sank der Adler hinterm Rauch,
der Doppelstrom war fremd bewacht,
und über manchem Bergesbauch,
war eine neue Mark entfacht.
Wo einst die alten Banner wehn,
verstummte Horn und Heeresgesang.
Nur in den Nächten konnt man sehn,
wie fern ein alter Funke sprang.
Denn tief im Schoß der dunklen Erd,
Wo niemand nach den Namen fragt,
Liegt noch verborgen Schwert bei Schwert,
Vom Rost der Zeiten nicht benagt.
Und wenn der Winter müde wird
und über Asche Gräser wehn,
mag mancher glauben, dass verirrt,
die alten Wege nicht mehr gehn.
Doch wer die Zeichen lesen kann,
die zwischen Eichenwurzeln ruhn,
der weiß: Es hebt dereinst sodann,
sich wieder was nur schien zu ruhn.
Nicht laut mit Trommel, Ross und Speer.
Nicht prunkvoll unter Gold und Licht.
Nur wie ein Echo übers Meer,
das heimkehrt und sein Schweigen bricht.
Und manche kundge Seele spricht,
vom Wandel auf verborgnem Pfad.
Sie achtet Kron und Zepter nicht,
doch ehrt die Spur welche Schreiten tat.
Gar mancher trägt bei Tag und Nacht,
was andre spöttisch kaum verstehn:
Den Fußfetisch in stiller Pracht,
und Freude dort wo Füße stehn!
Verfasst in Hochachtungsvoller Liebe, Ehre sowie Treue
Ricky
(Auch diesesmal Rechtschreib/Grammatikfehler vorbehalten, weil ich es am Handy geschrieben hab)