(Camilla. Der Fremde. Alle außer ihm haben die Masken abgelegt.)
CAMILLA
Ihr, mein Herr, solltet euch demaskieren.
DER FREMDE
Tatsächlich?
CASSILDA
Tatsächlich ist es Zeit. Wir alle haben die Verkleidung abgelegt. Nur ihr nicht.
DER FREMDE
Ich trage keine Maske.
CAMILLA
(entsetzt, beiseite zu Cassilda)
Keine Maske?
Keine Maske!
DER FREMDE
Ich selbst bin die Bleiche Maske.
Ich, ich, ich bin das Phantom der Wahrheit.
Ich komme aus Alar.
Mein Stern ist Aldebaran.
CAMILLA
Wie könnt ihr solches, solches, solches lästern? Wenn sie es hörten—
CASSILDA
Was dann? Man riss mir die Zunge aus dem Mund? Man gäbe mich den Söldnern zur Lust?
CAMILLA
Fürchtet ihr nicht für euch, so fürchtet für mich! Man könnte mich strafen, weil ich eure Lügen höre!
CASSILDA
Es sind keine Lügen. Sie sind mir gegeben worden vom Phantom der Wahrheit, ihm, der die Bleiche Maske trägt.
DER FREMDE
Habt ihr mein Zeichen nicht gesehen?
STIMME IN DER FERNE
Habt ihr das Gelbe Zeichen gefunden?
Habt ihr das Gelbe Zeichen gefunden?
CAMILLA
(fällt auf die Knie)
O König in Gelb, verlasst uns, ich flehe euch an!
DER FREMDE
Kind. Siehst du nicht, dass ich nur eure Erlösung will?
CASSILDA
Meine Tochter!
Dieses Gesicht — erkennst du es nicht?
Tod und Gewürm haben es entstellt, aber jetzt sehe ich.
Es ist das Gesicht deines Vaters.
(Der Fremde öffnet einen Saum von Gelb. Camilla schreit. Der Schrei läuft durch die dämmrigen Straßen — und es ist, als echoe er schon in Carcosa.)