Der Württembergische Geschichts- und Altertumsverein präsentiert:
I. Wie die Weiber von Weinsberg ihre Männer retteten
Im Jahre 1140 herrschte Krieg im Heiligen Römischen Reich. König Konrad III. und verschiedene Reichsfürsten stritten um Macht und Einfluss. Unter diesen Fürsten befand sich auch Welf VI. Lehensherr der Burg Weinsberg im Norden des heutigen Württembergs. Jedoch sah es für seine Seite nicht gut aus. Die Burg wurde vom König belagert, und ein Versuch von Welf und seinen Verbündeten misslang, er musste fliehen, die Burg war verloren. Der König bot der Burgbesatzung an, die Frauen dürfen die Burg verlassen und mitnehmen, was sie tragen können, die Männer aber sollten hingerichtet werden. Andernfalls würde der König die Burg aushungern lassen, bis alle tot wären. Notgedrungen nahm die Burgmannschaft das Angebot an. Die Frauen aber verfielen in eine List. Anstatt Gold und Wertsachen nahmen sie ihre Männer auf den Rücken und trugen sie von der Burg. Der König, beeindruckt von den Frauen von Weinsberg, hielt sein Wort und lies die Frauen mit ihren Männern ziehen.
Deshalb wird die Burg seither Burg Weibertreu genannt. Heute ist sie eine Ruine, aber immernoch imposant anzusehen und kann besucht werden.

Die treuen Weiber tragen ihre Männer; Die Burgruine heute
II. Der Ritter mit der Eisernen Hand
Der Reichsritter Gottfried "Götz" von Berlichingen lebte von 1480 bis 1562 im Norden des heutigen Württemberg. Er entstammte einem alten fränkischen Rittergeschlecht, das auch heute noch in seinem Geburtsort Jagsthausen ansässig ist. Bekannt war Götz von Berlichingen zu Lebzeiten als streitbarer Fehdeführer und Raubritter, der sich gerne mit anderen bekriegte und für verschiedene Parteien in den Krieg zog. Einer dieser Kriege war der Landshuter Erbfolgekrieg, während dessen eine Kanonenkugel die rechte Hand des Ritters Götz zertrümmerte, sodass sie von einem Wundarzt abgeschnitten werden musste. Da er aber mit 24 Jahren die Heerfahrt noch nicht aufgeben wollte, lies er sich von fähigen Mechanikern mehrmals Prothesen aus Eisen anfertigen. Diese hatten bewegliche Finger und Gelenke, sodass der Ritter nicht nur wieder ein Schwert führen sondern auch mit einer Feder schreiben konnte. Einer der Kriegszüge, die Ritter Götz mit seiner eisernen Hand bestritt, war der Bauernaufstand von 1525. Bei diesem führte er aufständische Bauern als ihr Hauptmann an, unterlag jedoch endlich gegen die Schwäbischen Stadte.
Zwei dieser eisernen Hände können heute im Museum der Götzenburg Jagsthausen besichtigt werden.
Übrigens soll Götz von Berlichingen dem Statthalter des Kaisers in Krautheim zugerufen haben, "er kann mich im Arsch lecken", das älteste erhaltene Zeugnis dieser Schmähung.

Die eiserne Hand im Museum in Jagsthausen; Ritter Götz von Berlichingen
III. Der Schnupftaback, der einen Bären fand
Am 30. Mai 1834 war der Lehrer Fauth aus Erpfingen auf der Alb beim Kräutersammeln, als er sich bückte und ihm seine Schnupftabackdose aus der Brusttasche fiel. Sie rutschte in einen Spalt zwischen zwei Felsen. Beim Versuch, die Dose zu bergen, stellte der Lehrer fest, dass unter dem Spalt ein großer Hohlraum lag. Bei der anschließenden Untersuchung wurde die heute sogenannte Karlshöhle entdeckt, eine fast 300m lange Tropfsteinhöhle. Der Boden der Höhle war übersäht von Knochen. Zuoberst lagen menschliche Knochen von Pestopfern, die hier zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges entsorgt wurden. In tieferen Schichten wurden die Gebeine verschiedener Tiere entdeckt, darunter auch solche von ausgestorbenen Tieren wie Nashörner, Höhlenlöwen und Höhlenbären.
Die Höhle kann heute besucht werden, eines der Höhlenbären-Skelette ist dort ausgestellt.

Die Karlshöhle; Skelett eines Höhlenbären
Dieser Informationsbeitrag wurde gefördert von der https://app.warera.io/party/6a11bbbe2eb2cc99fe593946. Wenn ihr aus Württemberg kommt, dann schaut doch mal vorbei.
Und wenn ihr aus Baden kommt und eine MU sucht, wie wäre es mit der https://app.warera.io/mu/6a174b3776e92217f705cee8 von unserem Freund https://app.warera.io/user/69ad8fa9d957cd6e8a4e27a8?