manchmal frage ich mich, ob ich eigentlich Unternehmer oder Krisenmanager bin.
Noch bevor der erste Kaffee richtig wirken konnte, erreichten mich bereits die ersten Meldungen von der Front.
Deutschland war heute wieder überall dort, wo Hilfe gebraucht wurde.
Unsere Soldaten unterstützten Burkina Faso gleich zweimal – zunächst gegen Togo, anschließend gegen Liberia.
Kaum war dort die Arbeit erledigt, ging es für andere Verbände weiter nach Europa.
Gemeinsam mit Norwegen kämpften unsere Truppen gegen Litauen.
Fast zeitgleich unterstützten wir Österreich im Gefecht gegen Slowenien.
Und als wäre das noch nicht genug, marschierten unsere Soldaten anschließend erneut an der Seite Norwegens – diesmal gegen die Niederlande.
Ich frage mich langsam ernsthaft, ob unsere Armee überhaupt noch weiß, wie Deutschland aussieht.
Kaum ist irgendwo auf der Welt ein Gefecht, sind unsere Jungs schon unterwegs.
Und das mit einer Zuverlässigkeit, die ich mir manchmal auch vom Amt wünschen würde.
Während unsere Soldaten Grenzen verschieben, habe ich mich heute um die Verteidigung meines eigenen kleinen Reiches gekümmert.
Mein Schützengraben wurde weiter ausgebaut.
Man weiß schließlich nie.

Außerdem habe ich die Maschinen in meinen Fabriken modernisiert.
Sie arbeiten nun effizienter, schneller und hoffentlich länger als ich selbst.
Auch personell gab es Veränderungen.
Nach reiflicher Überlegung habe ich mich von einigen Mitarbeitern getrennt.
Nicht jede Entscheidung fällt leicht.
Doch manchmal muss ein Unternehmer unbequeme Wege gehen, damit das Unternehmen überhaupt eine Zukunft hat.
Übrig geblieben ist nur noch einer.
Thomas. https://app.warera.io/user/699ead0d6c7f414821c891be
Ein motivierter Mann... zumindest solange der Lohn pünktlich kommt.
Denn heute stand er plötzlich vor meinem Büro und erklärte mir mit ernster Miene, dass er leider nicht weiterarbeiten könne.
Nicht etwa, weil die Maschinen kaputt seien.
Nicht wegen der Hitze.
Nein.
Weil ich pleite bin.
Ein Satz, den man als Unternehmer nur äußerst ungern hört.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als schweren Herzens meinen wertvollen Beton zu verkaufen.
Ausgerechnet den Beton, den ich eigentlich für den Bau meiner nächsten Fabrik sorgfältig zurückgelegt hatte.
Man könnte sagen:
Ich habe meine Zukunft verkauft, damit meine Gegenwart nicht kündigt.
Thomas war danach zufrieden.
Ich weniger.
Aber immerhin läuft die Produktion weiter.
Und manchmal ist genau das der Unterschied zwischen Erfolg und Stillstand.
Doch es gab heute auch Grund zur Freude.
Mit großem Stolz darf ich verkünden, dass ich nun Teil der AG-Spaß bin.
Danke dafür https://app.warera.io/user/697698a3aed8e4532613c1cb
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin gespannt, welche gemeinsamen Projekte und Abenteuer uns in Zukunft erwarten.
Vielleicht ist das genau der Schritt, der mein kleines Unternehmen auf das nächste Level bringt.
Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Anfang von noch mehr schlaflosen Nächten.
Wie dem auch sei...
Der Schützengraben ist tiefer.
Die Maschinen sind schneller.
Thomas arbeitet wieder.
Mein Beton ist leider weniger.
Und die nächste Fabrik muss noch ein wenig warten.
Aber wer Doug kennt, weiß:
Aufgeben war noch nie eine Option.
Mit patriotischen und weiterhin wirtschaftlichen Grüßen
Euer zukünftiger Industriemagnat
Doug
"Manchmal baut man keine neue Fabrik. Man verkauft den Beton, damit der letzte Mitarbeiter morgen überhaupt wieder zur Arbeit kommt."
ps Beitrag heute etwas später da ich mich an das Video ran getraut hab :D