
es ist erstaunlich, wie viel sich in nur wenigen Tagen verändern kann.
Nachdem ich mein gesamtes Personal verabschiedet und mein Imperium praktisch auf Null zurückgesetzt habe, stehe ich nun nach wie vor allein da.
Und wisst ihr was?
Ich glaube, das ist vorerst genau der richtige Weg.
Manchmal muss man erst alles verlieren, um zu erkennen, was wirklich funktioniert.
Natürlich plagt mich noch immer ein Problem, das mich beinahe täglich zur Weißglut treibt.
Meine Fabriken stehen verstreut in Ägypten, Polen und im Irak. Ein Umzug wäre sicherlich ratsam, allein schon um diesen Halsabschneidern nicht noch mehr Steuern in den Rachen zu werfen.
Doch die Produktionsboni in diesen Ländern sind einfach zu wertvoll.
Es ist ein seltsames Gefühl.
Jeden Tag zahle ich widerwillig Steuern und fluche dabei leise vor mich hin.
Doch ein Unternehmer muss eben manchmal schlucken, was ihm nicht schmeckt.
Währenddessen hat sich die Welt verändert.
Der Krieg hat begonnen.
Und Deutschland steht seinen Verbündeten tapfer zur Seite.
Tag für Tag erreichen mich Berichte von der Front und ich kann nur voller Ehrfurcht beobachten, was unsere Soldaten dort leisten.
Es ist beinahe göttlich.
Während Helden auf dem Schlachtfeld Geschichte schreiben, sitze ich in meinem Büro und beobachte meine Maschinen bei der Arbeit.
Manchmal schmerzt es mich.
Ich würde so gerne an der Seite meiner Kameraden kämpfen.
Für Deutschland.
Für unsere Verbündeten.
Für die Zukunft.
Doch ich bin noch zu schwach.
Noch nicht bereit.
Und so bleibt mir vorerst nur eine andere Möglichkeit.
Ich habe meine Produktion umgebaut.
Zwei Fabriken produzieren mittlerweile Beton.
Eine kümmert sich um Kalkstein.
Und eine weitere um Eisen.
Mein Ziel ist klar.
Wenn ich schon nicht mit dem Schwert dienen kann, dann wenigstens mit meinem Geld.
Doch auch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Mehr als fünf Goldstücke pro Tag kann ich meinem Land momentan nicht zukommen lassen.
Es ist nicht viel.
Aber vielleicht ist es genau das, was einen Bürger ausmacht.
Nicht die Größe seiner Spende.
Sondern die Bereitschaft, überhaupt etwas zu geben.
Heute musste ich außerdem an meine Anfänge zurückdenken.
Damals, als ich kaum mehr als einen Traum und ein paar Goldstücke besaß.
Damals, als mir ein Mann die ersten wichtigen Ratschläge gab.
https://app.warera.io/user/69867885e4757698341452f4.
Mein Freund, falls du dies liest:
Danke.
Ohne deine Hilfe wäre ich vermutlich heute noch dabei, mit drei Broten und einem Traum durch die Welt zu laufen.
Doch die größte Überraschung ereignete sich gestern.
Plötzlich klingelte mein Telefon.
Eine freundliche Stimme meldete sich.
"Hallo, hier ist https://app.warera.io/user/69a14b324d2abd93de74dc0a"
Moment…
Marcel Davis?
Der Marcel Davis?
Von diesem Telefonunternehmen…
1&1, glaube ich.
Bevor ich überhaupt verstand, was geschah, lud er mich in einen Unternehmerbund ein.
Einen Bund großer Unternehmer.
Ich muss gestehen, liebe Leser…
Zum ersten Mal fragte ich mich:
Bin ich vielleicht langsam einer der Großen?
Doch kaum war dieser Gedanke ausgesprochen, musste ich lachen.
Was wollen die schon mit mir?
Mit Doug?
Dem Mann, dessen Setup einst als "zum Scheitern verurteilt" bezeichnet wurde.
Dem Mann, der einen Stein brauchte, um zur Vernunft zu kommen.
Dem Mann, dessen Mitarbeiter verschwanden, kündigten oder sich als Spione entpuppten.
Und dennoch…
Vielleicht sehen sie etwas, das ich selbst noch nicht erkennen kann.
Vielleicht beginnt genau jetzt ein neues Kapitel.
Und vielleicht…
Ist aus einem kleinen Fisch inzwischen doch ein respektabler Karpfen geworden.
Mit patriotischen und weiterhin wirtschaftlichen Grüßen
Euer zukünftiger Industriemagnat
Doug
"Manchmal gewinnt man keine Schlachten mit Waffen, sondern mit Beton, Eisen und dem Glauben an bessere Zeiten."

Ps. : CINEMA (:
Ps.2 : Ist Begging überhaupt noch die richtige Kategorie? Oder unter was würdet ihr es einordnen?
Ps.3 : Danke für eure Tipps, euer Geld und auch die netten Worte , mir macht das mega Spaß Abends mich für ne Stunde hinzusetzen und mir eine kleine Geschichte für euch zu überlegen.