selten habe ich mich so gefreut, einfach nur die Zahlen meiner Fabriken anzuschauen.
Es läuft.
Tatsächlich.
Die Maschinen rattern, die Lager füllen sich und obwohl ich nach wie vor als Einzelunternehmer arbeite, steht die Produktion nicht still.
Zwar bin ich langsamer als damals, als mein legendäres "Dream ohne Team" noch existierte, aber dafür herrscht endlich Ruhe.
Keine Kündigungen.
Keine Spione.
Keine Lohnkürzungen.
Und vor allem…
Niemand, der plötzlich einfach nicht mehr zur Arbeit erscheint.
Wobei…
Falls Herr user_XD6UGJ diesen Bericht lesen sollte:
Wir haben mittlerweile aufgehört, nach dir zu suchen.
Die Vermisstenanzeige wurde eingestellt.
Manche behaupten, er sei immer noch auf dem Weg zur Arbeit.
Andere behaupten, er arbeite inzwischen in der Hölle.

Apropos Hölle.
Ich habe ein Problem.
Ein gewaltiges Problem.
Nosferatu-Spinnen.
Und ich rede hier nicht von diesen kleinen Spinnen, die man mit einem Taschentuch beseitigt.
Nein.
Ich rede von Wesen, die aussehen, als hätten sie einen Kleinwagen gefressen.
Diese Viecher sind so groß, dass ich gestern kurz überlegt habe, ob sie nicht steuerpflichtig sind.
Eine von ihnen saß seelenruhig in der Betonfabrik.
Und zwar auf meinem Stuhl.
MEINEM STUHL!
Sie schaute mich an.
Ich schaute sie an.
Und für einen kurzen Moment war ich mir nicht sicher, wem die Fabrik eigentlich gehört.
Ich habe nachgegeben.
Die Schichtleitung für diesen Bereich liegt vorerst bei ihr.
Anders kann ich mir ihre Dominanz nicht erklären.

Doch während ich mich mit achtbeinigen Monstern und 29 Grad im Büro herumschlage – ja, 29 Grad! – kämpfen andere an ganz anderen Fronten.
Der Krieg nimmt seinen Lauf.
Belgien und Italien werden förmlich ausgelöscht.
Und jedes Mal, wenn ich die Berichte unserer Soldaten lese, sitze ich voller Ehrfurcht vor meinem Bildschirm.
Es sieht beinahe göttlich aus.
Helden entstehen.
Geschichte wird geschrieben.
Und während unsere Kameraden Ruhm und Ehre erringen, sitze ich hier in Unterhose vor dem Ventilator und versuche, nicht mit meinem Bürostuhl zu verschmelzen.
Ich würde so gerne helfen.
Ich würde so gerne mit meinen Brüdern an der Front stehen.
Doch aktuell wäre ich vermutlich mehr Gefahr für meine eigenen Kameraden als für den Feind.
Also leiste ich meinen Beitrag anders.
Mit Beton.
Mit Eisen.
Mit Schweiß.
Und mit 92 Gold auf dem Konto.
Nicht 93.
Nicht 100.
Zweiundneunzig.
Eine Zahl, die Experten als "geht schon irgendwie" bezeichnen.

Doch es gab auch Lichtblicke.
Gestern erhielt ich plötzlich Zugang zur Premiumversion der Unternehmer-App.
Geschenkt.
Einfach so.
Bis heute weiß ich nicht, wer mir dieses Geschenk gemacht hat.
Vielleicht ein alter Freund.
Vielleicht ein stiller Unterstützer.
Vielleicht Marcel Davis.
Ich weiß es nicht.
Falls du das hier liest:
Danke.
Du hast einem kleinen Unternehmer eine große Freude gemacht.

Auch https://app.warera.io/user/699ead0d6c7f414821c891be meldete sich erneut.
Und nachdem mich sein legendärer Stein der Erkenntnis einst auf den richtigen Weg brachte, schenkte er mir diesmal etwas noch Wertvolleres.
Tipps.
Tipps, wie man seine Firmen besser führt.
Tipps, wie man weniger Steuern bezahlt.
Und ich muss gestehen…
Als ich zum ersten Mal sah, wie viel Gold ich dadurch sparen konnte, hatte ich Tränen in den Augen.
Vor Glück.
Denn nichts klingt schöner als die Worte:
"Das Finanzamt bekommt diesmal weniger."
Und so sitze ich hier.
Alleine.
92 Gold auf dem Konto.
29 Grad im Büro.
Eine Nosferatu-Spinne als inoffizielle Schichtleiterin.
Und dem Gefühl, dass es langsam bergauf geht.
Vielleicht bin ich noch kein Haifisch.
Vielleicht nicht einmal ein Hecht.
Aber ich glaube…
Ich bin inzwischen ein verdammt großer Karpfen geworden.
Mit verschwitzten und weiterhin wirtschaftlichen Grüßen
Euer zukünftiger Industriemagnat
Doug
"Imperien werden nicht an guten Tagen gebaut. Sondern bei 29 Grad, 92 Gold und einer Nosferatu-Spinne auf dem Chefsessel."
Vergesst nicht zu Abonnieren. gibt zwar kein Abo Special im Sinne einer großen Verlosung aber es würde mich glücklicher machen.