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Manchmal schreibt die Geschichte die besten Witze selbst.
Pasta Alfredo gilt für viele Menschen außerhalb Italiens als eines der typischsten italienischen Gerichte überhaupt. Millionen Touristen bestellen sie jedes Jahr und auf amerikanischen Speisekarten gehört sie fast schon zum Standard.
Das Kuriose daran: Viele Italiener würden sie auf einer Speisekarte nicht einmal erwarten.
Anders als bei Carbonara oder Tiramisu ist die Herkunft von Pasta Alfredo erstaunlich gut dokumentiert.
Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts in Rom. Dort betrieb Alfredo Di Lelio ein Restaurant. Historischen Berichten zufolge entwickelte er ein besonders gehaltvolles Pastagericht, das aus frischer Pasta, Butter und reichlich Parmesankäse bestand.
Die Idee war denkbar einfach: wenige Zutaten, dafür von hoher Qualität.
Den entscheidenden Wendepunkt erlebte das Gericht in den 1920er-Jahren.
Während einer Reise nach Rom besuchten die amerikanischen Filmstars Mary Pickford und Douglas Fairbanks Alfredos Restaurant. Sie waren von dem Gericht so begeistert, dass sie es in den Vereinigten Staaten bekannt machten. Dieser Besuch ist historisch gut belegt und spielte eine wichtige Rolle für die spätere Popularität des Gerichts.
Von diesem Zeitpunkt an nahm die Geschichte eine unerwartete Richtung.
In den USA wurde das Rezept nach und nach verändert. Viele Restaurants ergänzten zusätzliche Zutaten wie Sahne, Knoblauch oder später sogar Hähnchen. So entstand die Version, die heute weltweit als „Fettuccine Alfredo“ bekannt ist.
Die ursprüngliche Variante aus Rom war jedoch deutlich einfacher.
Dadurch entstand eine seltene Situation: Während Pasta Alfredo in den USA zu einem Symbol italienischer Küche wurde, blieb sie in Italien selbst vergleichsweise unbekannt. Wer heute in Rom nach Alfredo fragt, bekommt oft etwas völlig anderes serviert als in New York oder Los Angeles.
Fun Fact
Die berühmte Version mit Hähnchen stammt nicht aus Italien. Historiker der Esskultur betrachten sie als amerikanische Weiterentwicklung des ursprünglichen Gerichts von Alfredo Di Lelio.
Typische Zutaten & Zubereitung
Die ursprüngliche Pasta Alfredo bestand aus frischen Fettuccine, Butter und Parmesankäse. Mehr brauchte es nicht.
Die besondere Cremigkeit entstand nicht durch Sahne, sondern durch das Vermengen der heißen Pasta mit Butter und fein geriebenem Käse. Dadurch bildete sich eine samtige Sauce, die das Gericht berühmt machte.
Viele moderne Varianten enthalten heute zusätzliche Zutaten wie Sahne, Knoblauch oder Hähnchen. Diese gehören jedoch nicht zum ursprünglichen Rezept, das Alfredo Di Lelio in Rom bekannt machte.
Und genau deshalb bleibt Pasta Alfredo eines der ungewöhnlichsten Kapitel der italienischen Essensgeschichte.
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Morgen bei Food History #4:
Ein Gericht auf Anfrage 😄