Heute lege ich den mir verliehenen Orden mit Respekt, aber aus Überzeugung, nieder.
Ich danke der Regierung für die Anerkennung. Es ist mir eine Ehre, überhaupt für eine Auszeichnung in Betracht gezogen worden zu sein. Doch ich kann sie nicht guten Gewissens annehmen.
Drei Monate lang war ich nichts weiter als ein Mann der Wirtschaft. Während andere täglich an der Front kämpften, ihre Reserven opferten und für Deutschland Blut, Schweiß und Vermögen investierten, habe ich mein Kapital gehortet. Ich war im Eco-Modus. Ich habe Vermögen aufgebaut, statt es für den Krieg einzusetzen.
Erst in der Schlacht um Schlesien verließ ich diesen Weg. An einem einzigen Tag investierte ich über 5.000 Bitcoin in den Krieg. Das Ergebnis waren 5,7 Millionen Schaden – mehr als die 4,5 Millionen Schaden, die ich in den gesamten drei Monaten zuvor verursacht hatte.
Ja, ich gehörte an diesem Tag zu den fünf schlagkräftigsten Kämpfern Deutschlands. Doch macht mich das zu einem Ordensträger?
Nein.
Ein Orden sollte nicht den belohnen, der einmal seine Schatzkammer öffnet. Er sollte den Soldaten gehören, die Tag für Tag alles geben. Denjenigen, die regelmäßig ihre letzten Reserven einsetzen, damit Deutschland bestehen kann. Sie tragen die Last des Krieges, während ich sie lange Zeit nur beobachtet habe.
Ich bereue meinen Einsatz nicht. Jeder Bitcoin war für Deutschland gut investiert. Aber ich kann keine Auszeichnung annehmen, die anderen zusteht, die sich diese Ehre über Wochen und Monate ehrlich verdient haben.
Darum lehne ich diesen Orden respektvoll ab.
Mögen die Auszeichnungen jene tragen, die jeden Tag an der Front stehen – nicht jene, die nur für einen Tag ihre Schatztruhe öffnen.
Ich werde weiter im Krieg bleiben und mir diesen Orden in Zukunft ehrlich verdienen
