Ist mein Mitarbeiter rentabel? | Eine Wirtschaftsanalyse

Babu_Frik5. Mai 2026economy

Organ des ADAV — Wirtschaftliche Aufklärung

Die Wahrheit über den Arbeitslohn

Volkswirtschaftliche Abteilung • Ausgabe Mai 2026

Genossen, Bürger von Deutschland und jene die es in die Ferne zog,


eine zentrale Forderung des ADAV sind faire Löhne. Aber sind Fabriken mit fairen Löhnen profitabel? Wie rechnet sich das überhaupt? Schauen wir uns das mal an. Danach aber noch zu Beispielen am lebenden Objekt. Hier analysiere ich, welche Löhne bezahlt werden und wer davon wirklich profitiert.

Disclaimer: Keine Ahnung wo die Differenz zum Tooltip herkommt, nehme an nicht abgebildete Nachkommastellen, vielleicht kann mich jemand erleuchten!

I. Die Grundformel des gerechten Lohns

Was macht einen Lohn rentabel? Es sind fünf Faktoren, die über Gewinn oder Verlust entscheiden:

  • Verkaufspreis

  • Rohstoffkosten

  • Lohnkosten

  • Produktionsbonus - Abhängig vom Standort der Fabrik

  • Treuebonus - Abhängig von der Zeit die der Mitarbeiter in deiner Fabrik arbeitet (steigt jeden Tag um 1%, 10% Max)

Für den Arbeiter kommen zum Bruttolohn noch die Steuern des Standortlandes der Fabrik hinzu. Bei einem Lohn von z.B. 0,13btc und 10% fließen pro PP den der Arbeiter malocht 0,013btc an das Land in dem die Fabrik steht.

Doppelt ärgerlich wenn es in der Hand des Feindes landet!

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II. Das Rechenbeispiel: Beton

Gehen wir den Rechenweg am konkreten Beispiel durch:
Lohn: 0,133 btc,
Produktionsbonus: 56,75%,
Treuebonus: 10%.

Ohne Boni - der trügerische erste Blick

Lohnkosten (10 PP) 1,330 btc

Rohstoffkosten (10 Kalkstein) 0,809 btc

Invest gesamt 2,139 btc

Verkaufspreis Betonstein 1,636 btc

Ergebnis pro Betonstein −0,503 btc

Zuerst zur Kostenseite. 10PP (Produktionspunkte) kosten mich als Arbeitgeber beim Lohn von 0.133btc 1.33btc. Wenn ich den Kalkstein nicht selbst produziere würden mich 10 Kalkstein aktuell insgesamt 0,809btc kosten. Damit würde ich also mit jedem produzierten Kalksteinen einen Verlust von 0,503btc machen!

Achtung!

Ohne Boni sieht jede Produktion nach wirtschaftlichem Selbstmord aus. Die Boni sind kein Luxus, sie sind das Rückgrat der Rentabilität.

Mit Produktionsbonus (+56,75%)

Der Produktionsbonus erhöht die geleistete Arbeit: 10 PP × 1,5675 = 15,675 PP. Die Lohnkosten sinken von 1,33 auf 0,85 btc.

Lohnkosten (effektiv) 0,850 btc

Rohstoffkosten 0,809 btc

Ergebnis pro Betonstein −0,023 btc

Mit Produktions- und Treuebonus (+10%)

15,675 PP × 1,1 = 17,24 PP. Lohnkosten sinken weiter auf 0,771 btc.

Lohnkosten (effektiv) 0,771 btc

Rohstoffkosten 0,809 btc

Gewinn pro Betonstein +0,055 btc

Antizyklischer Einkauf - der Hebel der Schlitzohren

Der Markt ist dynamisch. Über sieben Tage zeigt sich: Optimaler Einkaufsprei (EK) für Kalkstein wäre 0,780 btc gewesen, bester Verkaufspreis (VK) für Beton 1,649 btc. Das ergibt zusätzliche 0,042 btc Gewinn.

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Das Zauberwort heißt antizyklisch ankaufen.

Gewinn mit Boni + Markttiming +0,097 btc / Betonstein

Was ergibt das am Tag?

Meine Fabrik mit 2 Eco- und 2 War-Spielern liefert täglich 1.492,8 PP. Mit Boni: 2.573,96 PP, also rund 257 Betonsteine täglich.

Faire Löhne

257 × 0,055 btc =14,14 btc/Tag

plus Markttiming

257 × 0,097 btc =24,93 btc/Tag

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III. Die Schande der Lohndrücker

Nun zu jenen, die sich mit gewinnorientiertem Wirtschaften brüsten hust BDM hust. Keine Phrasen, harte Fakten. Ich zeige auf, wie Soldaten und Arbeiter gleichermaßen ausgebeutet werden.

Fall 1: Die Öl-Zeche des BDM

Zwei Genossen schuften in einer Öl-Zeche. Vorbildlich: Der Genosse in War-Skillung wird besser entlohnt,denn er sitzt an der Front und kämpft für unser aller Wohl!

Löhne der Öl-Zeche

Verkaufspreis Öl (958 Einheiten) 171,482 btc

Rohstoffkosten 75,682 btc

Lohnkosten 83,640 btc

Reingewinn Fabrikherr (täglich) +12,16 btc

Befund:

Der Fabrikherr schöpft täglich 12,16 btc ab, auf dem Rücken seiner Eco-Spieler. Schlechte Löhne machen hier keinen Gewinn für den Arbeiter, sondern aus ihm.

Fall 2: Das Katastrophen-Konglomerat

Weiter im Fabrik-Tab des gleichen Fabrikherren folgt der eigentliche Sündenpfuhl. Den Rechenweg erspare ich euch wie vorher, das Ergebnis nicht:

Verlustfabrik

Verkaufserlös 84,602 btc

Lohnkosten 121,176 btc

Rohstoffkosten 0,000 btc

Verlust täglich −36,574 btc

Fassungslosigkeit:

Hier wird nicht einmal Gewinn auf Kosten der Belegschaft gemacht, es wird schlicht Kapital vernichtet! Die andren fünf Betriebe vom Fabrikherr (analog zu Fall 1) reißen im Gesamtchaos den Verlust wieder heraus, womit es wohl gar nicht auffällt. Heiße These, aber Butter bei die Fische! Wie man an den Energy und Produktionslevel der Arbeiter sehen kann sind die Jungs im Krieg. Und dann solch einen Lohn zu bezahlen ist edel!

Fall 3: Herr Davis - der beliebte Halsabschneider

Davis Fabrik

Verkaufserlös 160,314 btc

Lohnkosten 141,984 btc

Rohstoffkosten 0,000 btc

Tagesgewinn +18,33 btc

Befund:

Trotz Hungerlöhnen liefert DAvis keine überwältigenden Ergebnisse. War-Skillungen bringen zu wenige PP und Grain ist schlicht kein profitabler Rohstoff. Leider wird hier das kämpfende Proletariat nicht mit besseren Löhnen beglückt.

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IV. Gesamtfazit

Hungerlohn ist kein Profitrezept

Wie die Beispiele zeigen, tragen Eco-Spieler mit ihren höheren PP dramatisch mehr zum Gewinn bei als War-Spieler, der Faktor beträgt 8 zu 1. Der niedrigere Lohn für War-Spieler mag in der Arithmetik nachvollziehbar sein, doch sind es gerade diese Soldaten, die die Unterstützung am dringendsten brauchen!

Mit fairen Löhnen, Produktions- und Treueboni sowie intelligentem Markttiming ist profitables Wirtschaften keine Kunst, es braucht lediglich Kapital, Geduld und vor allem Anstand gegenüber den eigenen Arbeitern und dem damit verbundenen Treuebonus.

Dem Peak des Betons folgt unmittelbar der des Kalksteins - wer antizyklisch agiert, gewinnt. Wer auf dem Rücken seiner Belegschaft spekuliert, verliert am Ende sich selbst.

Ich hoffe der kurze Einblick in die wirtschaftlichen Aspekte haben euch Gefallen und dem Ein oder Anderen auch geholfen. Wenn irgendwas irgendwo nicht passen sollte gerne direkt schreiben oder in den Kommentaren korrigieren, ich pass das dann an, damit der Artikel für neue Spieler ein guter (und korrekter) Leitfaden bleibt. Viel Liebe an meine Beispiele aus dem BDM! Diese Analyse entstand natürlich nicht aus dem Nichts. Der ADAV hat schon länger die Vision eines fairen Lohns für alle. Meiner Meinung nach geht das nur mit einer Deckelung der Gewinne. Denn beide Seiten sollen leben, Fabrikherr und Arbeiter! Aber es bleibt:

Jeder Deutsche hat das Recht auf einen fairen Lohn!

Antwort des BDM: https://app.warera.io/article/69fa5a7e2f68b6437781adac