https://app.warera.io/article/69ea756a644aa234447a4012
https://app.warera.io/article/69eba1d709ef4e68d63fb238
https://app.warera.io/article/69ecd46f930aab2cf06ffa4d
https://app.warera.io/article/69edfecb041307db2c8cf7e5
https://app.warera.io/article/69efd7b4cf36443fb1579500
https://app.warera.io/article/69f35cb8a4a8c4979304cee5
https://app.warera.io/article/69fa76e9236016d0365ad20e
https://app.warera.io/article/69fd129077c889951b83ab1c
Kapitel 8: Ruhe & Gemütlichkeit

Monate vergingen und nach und nach wurden die deutschen Gebiete zurückerobert. Wir hatten es geschafft. Nachdem die Versorgung über Baden-Württemberg für die Italiener abgeschnitten wurde, war die Rückeroberung ein leichtes. Auch Luxemburg übergab die Gebiete nahezu kampflos. Die Schweiz eroberte ebenfalls ihre Gebiete zurück. Seit der Rückeroberung ist es ruhig geworden innerhalb des Landes. So hat auch die WarEraDe Community gerade eine Phase der Ruhe gefunden. Viel sind zu Ihren Familien abgereist. Ich bin geblieben, so wie wenige andere und helfe bei den Vorbereitungen falls etwas kommt. Doch irgendwann werde ich das Büro des Vize Taru zitiert. Ich bin gespannt was er von mir will.

Ich betrete das Büro des Vize. Neben ihm steht ein Mann, der dem Vize etwas zu flüstert. Dieser lauscht nur und nickt währenddessen. „Ich verstehe, danke!...“ nach einer kurzen Pause blickt er hinauf und begrüßt mich:„Alpara! Schön dich zu sehen! Hör mal! Wir müssen reden.“ Oh nein, ich hatte lange vor diesem Tag Angst. Kennt ihr das, wenn jemand sagt ‚Wir müssen reden‘ ? Entweder will er mit mir Schluss machen oder ich krieg gleich eins auf den Deckel. Ich muss mir schnell irgendeine Ausrede einfallen lassen. Ich hab nämlich schon das ein oder andere mal in der Basis mist gebaut. Einmal zum Beispiel hätte ich fast den Chef-Koch gegessen oder als ich versehentlich im Labor mich an eine Wand gelehnt hatte die in eine andere Dimension führt. Da musste ein ganzes Bergungsteam kommen. Taru räuspert sich:„Hör zu Alpara, du leistest hier hervorragende Arbeit, aber es wird Zeit, dass du mal die Basis verlässt. Deutschland ist zurückerobert, doch der Feind schläft nicht. Wir müssen unsere Kräfte sammeln und mit unseren Verbündeten die nächsten Schritte besprechen. Mein Informant Odonios hat wichtige Informationen für ein bevorstehendes Event ausfindig machen können. In vier Monaten wird es ein Turnier unter allen Ländern geben. Der Gewinner des Turniers gewinnt nicht nur den Respekt sondern auch militärische Ausrüstung für die gesamte Bevölkerung. Wir müssen das für uns entscheiden. Daher brauchen wir unsere Kräfte und im Zuge dessen versetze ich dich in den Zwangsurlaub!“ Ich erstarre. ZWANGSURLAUB?! „Aber Vize Taru? Wo soll ich denn bitte hin?“ – er antwortet:„Zu Theo Reinholzen. Er weiß bereits über alles Bescheid. Von dort aus kannst du dir ja einen Urlaub buchen. Gambia soll zur Zeit sehr schön sein und ist nicht so sehr in die Konflikte verwickelt...wenn du mich jetzt entschuldigen würdest...achja...bevor ich es vergesse. Du sollst nochmal im Labor vorbei schauen bevor du gehst.“ Ich salutiere und verlasse stillschweigend den Raum.

Im Labor angekommen erwartet mich Dr. Schnabeltier bereits:„Alpara! Ich habe große Fortschritte gemacht. Sieh dir das an! Ich habe es geschafft, dass Rockz nun in Flammen stehen kann ohne dabei zu verbrennen! Dabei zieht er einen Hauch von Flammen hinter sich her. Ist das nicht wunderschön?! Und sieh da, Towelie ist gerade in dem Tank mit einer Flüssigkeit, die dafür sorgt, dass er nicht mehr eingeht in der Waschmaschine...“ „Dr. Schnabeltier...“ horcht es mit Towelies Stimme aus einem Lautsprecher. „Hier drin geht mein Dübel die ganze Zeit aus.“ Dr. Schnabeltier schüttelt den Kopf während wir beobachten wie das Handtuch versucht das Feuerzeug in der Flüssigkeit anzumachen. „Alpara, weswegen du hier bist, es gibt eine inoffizielle Warteliste auf der jeder eingetragen wird. Es geht darum, dass jedes Mitglied der WarEraDe Community von mir eine eigene angepasste Waffe oder Ausrüstung entwickelt bekommt. Nun ich sitze gerade an einem Auftrag von KartoffelAufDuenger, aber danach bist du an der Reihe. Ich würde dich also bitten dir bis nach deinem Urlaub Gedanken zu machen, welche Art von Waffe oder Ausrüstung du gerne hättest.“ Ich nicke:„Ich verstehe Doktor. Ich werde mir etwas überlegen. Danke, ich denke ich muss jetzt los.“ Ich verlasse das Labor und gehe Richtung Kantine. Welche Waffe könnte denn zu mir passen? Ich hab ja noch genug Zeit mir Gedanken zu machen.

Auf dem Weg zur Kantine sehe ich noch einige der wenigen Mitglieder die in der Basis geblieben sind. Die Kantine ist in normalerweise komplett befüllt. Hinter dem Schalter ertönt die Stimme des Chefkochs:„Pizza ist aus meine Freunde!“ Der Käpitän von Vogtland der ganz vorne in der Schlange steht erwidert sichtlich verärgert:„HÄ?! DU HAST DU NOCH NUR EIN STÜCK AUSGEGEBEN!“ – Der Chefkoch antwortet:„Das stimmt! Aber auch nur, weil das das letzte Stück war, was von meiner Pizza gestern Abend übrig geblieben ist. Ihr wisst was das heißt!“ Alle drei in der Schlange schreien gleichzeitig:„NEIN BITTE NICHT!!!“

„ES IST WÜRSTCHEN ZEEEEEEEIT!“ BRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!!!

„Naja...wenigstens kann man sich darauf verlassen, dass man hier konstant enttäuscht wird.“ fügt Hook hinzu.
Ich verabschiede mich von allen und verlasse die Basis zurück in eine bereits vertraute Gegend,...

...das Zuhause von Theo, Hilde, Nina & Perri. Als ich ankomme werde ich herzlich von allen begrüßt. Theo bittet mich ins Esszimmer wo bereits Nina‘s Onkel, Christian, auf mich wartet. „Nina, Hilde...würdet ihr uns drei bitte uns alleine lassen?“ sagt Theo. Ich hab keine Ahnung worum es geht. Wir betreten das Esszimmer und setzen uns an den Tisch. Christian eröffnet das Gespräch.

„Nun Herr Kolumna, wie ich sehe haben Sie sich in unsere Community bereits gut einfinden können. Ich höre von Ihrem Fleiß und wie sehr Sie sich bemühen ein Teil des Ganzen zu werden. Es kommen immer mehr neue Leute dazu. Da ist Verantwortung gefragt. Davor habe ich Respekt.“ Ich höre die Worte von Christian, aber kann Sie noch nicht ganz deuten. Warum schmiert er mir dermaßen Honig um den Mund. Ich finde das ein wenig sussy. Er führt weiter fort:„Wie Sie bereits wissen, ist der Krieg im Land vorbei, für‘s erste zumindest. Die Leute aus der Community gehen weiter Ihren normalen Arbeit nach um sich und die Community in der Zwischenzeit finanzieren zu können. Das Geld kommt ja nicht von irgendwo. Ich leiste bereits selbst einen großen finanziellen Beitrag. Hier kommen Sie eben ins Spiel. Ich möchte Ihnen anbieten in meinem Unternehmen zu Arbeiten. Sie werden gut verdienen und unterstützen damit die Community in, sagen wir...passiven Zeiten.“ Christian erzählt mit von der Firmenstruktur, was meine Aufgabe ist und was ich am Ende an Bezahlung erhalte. Ich glaube etwas Normalität in einem Job zu finden könnte mir nicht schaden. Ich willige ein. „Sehr gut Herr Kolumna! Den Rest werde ich persönlich mit Ihrem Vorgesetzten sprechen. Ich bin Ihnen sehr dankbar was Sie für dieses Land getan haben und wenn ich irgendetwas für Sie tun kann. Lassen Sie es mich wissen.“
Theo stupst mich von der Seite an:„Nina und ich haben noch eine Überraschung für dich.“ Wir gehen in den Flur wo bereits Nina auf der Treppe sitzt und wartet. Als sie uns sieht schreit sie:„ Komm mit Alpara! Komm! Komm!“ Wir gehen die Treppe hinauf in das Zimmer in dem ich das letzte Mal übernachtet habe. Ich traue meinen Augen nicht...

„Wir haben das Gästezimmer für dich umgestaltet Alpara. Ich war so frei und habe aus der Kaserne all dein Zeug mitgebracht, als mich der Vize angerufen hat. Er fragte mich, ob ich wüsste wo du unterkommen kannst. Ich hab ihm gesagt, dass du hier immer ein zu Hause hast und jetzt hast du das auch wirklich.“ Ich...ich...hab ein eigenes...Zimmer...für mich? Was ist das? Warum? Weine ich etwa? Theo kommt zu mir und umarmt mich. „Ist schon okay.“ – Nina fragt daraufhin:„Papa, warum weint Alpara denn? Gefällt es ihm nicht?“ Ich wische mir die Tränen vom Gesicht und antworte:„Ganz im Gegenteil Nina. Es gibt keinen Ort wo ich lieber leben wollen würde als bei euch. Ich bin euch so dankbar.“
Ich durchsuche die Schränke und frage Theo:„Ich finde meine Notizen nicht Theo, wo finde ich diese denn?“ - „Vieles ist noch in der Garage in Kisten verpackt. Ich hatte keine Zeit alles auszupacken. Lass uns mal nachschauen.“ Zusammen gehen wir in Richtung Garage. Dort finde ich eine Kiste und meine Notizen. Außerdem springt mir sofort etwas ins Auge...

„Theo was ist das denn?“ - „Das? Das ist das ist der Roller von Nina‘s Mutter. Der steht hier nur rum und sammelt Staub. Ich bringe es nicht übers Herz ihn zu verkaufen.“ - „Darf ich ihn mir mal ansehen?“

Als wir die Plane abnehmen löst sich etwas in meiner Brust. Mir ist so, als hätte ich etwas wiedergefunden was ich nie verloren habe. Was für ein wunderschöner Roller ist das denn?

„Was für ein toller Roller, Theo. Außerdem ist der noch richtig gut in Schuss. Ich sehe ihr habt sogar noch einen passenden Beiwagen?“ - „Ja stimmt.“ - „Wir sollten eine Spritztour machen. Nehmen wir Nina mit!“ - „Ich glaube Nina würde traurig wenn wir hier in der Gegend eine Spritztour mit dem Roller machen. Das haben wir sonst als Familie immer gemacht.“ - „Hmmm...wäre eine andere Region denn in Ordnung?“ - „Ich denke schon...was schwebt dir denn vor?“ - „Komm mit Theo.“ Zusammen gehen wir zurück in Richtung Esszimmer.

Christian wollte gerade gehen, doch konnte ich ihn noch abfangen. „Hey Christian, hast du mir nicht vorhin angeboten, dass ich wünsche äußern dürfte?“ - „Selbstverständlich Herr Kolumna, ich tue alles was in meiner Macht steht.“ - „Nun...würden Sie uns einen Ihren Jets leihen?“ - „Bitte?!“ heißt es von Christian und von Theo, die mich beide mit großen Augen anschauen. „Wir würden gerne Urlaub machen.“ Christian lacht:„Na wenn das so ist! Natürlich möchte ich Sie nach Ihrem Urlaub in bester Erholung an Ihrem neuen Arbeitsplatz begrüßen dürfen. Packen Sie sofort ihre Koffer. Wo soll es denn überhaupt hingehen?“

...mir schwebt da so etwas vor...

Und so machen wir uns auf den Weg in Richtung Flughafen. Theo, Nina und ich... . Hilde wollte nicht mitkommen, da Sie auf Perri aufpassen möchte und das Reisen sie zu viel kraft kostet (bevor mich hier jemand flamed).

Im Flugzeug fragt Theo:„Hey Alpara sag mal. Wie kommst du denn auf Gambia?“ - „Nun der Vize hat es es mir empfohlen. Er meinte im Gespräch, dass viele Leute die der WarEraDe Community dort gerne gesehen sind. Anscheinend beantragen viele aus unserem Land dort die Staatsbürgerschaft, weil es einfach ländlich sehr Ansprechend ist. Natürlich hat die WarEra Community vor Ort Kontakte und ist gut vernetzt. Deshalb ist es dort auch sicher für uns. Der Präsident Jakob_Fugger versucht mit Catchphrases Leute anzuwerben wie:
Fortschritt beginnt an unserer Küste
Während andere reden, baut Gambia die Zukunft.
Dein Talent verdient mehr als Stillstand.
Lass die Vergangenheit hinter dir!"
„Und funktioniert es?“ - „Anscheinend. Es gibt wohl einige Interessenten...hmm“ Ich blicke aus dem Fenster und sehe unter mir die blühende Landschaft Afrikas. „Ich glaube wir landen gleich, ruft Nina aufgeregt.“ Von hier an genießen wir einen wundervollen Urlaub...aber Bilder sagen mehr als Worte...







Die Tage vergehen wie im Flug. Ich hatte so viel Spaß in Gambia mit Theo und Nina. Die Ausflüge und Abenteuer haben dafür gesorgt, dass ich mich so leicht und menschlich gefühlt habe wie seit langem nicht mehr. Es ist ein kleiner Fortschritt auf dem Weg zu mir selbst. Die Worte die Gernhard mir an den Kopf geworfen hat, haben in diesen Tagen für mich keine Bedeutung mehr. Diese Familie hat sich dazu entschieden mich bei sich aufzunehmen und so wurde ich Teil dieser Famlie die so wie ich einen Kampf mit dem Schicksal hatte...niemand von uns ist perfekt, aber zusammen sind wir es...

Vorherige: https://app.warera.io/article/69fa76e9236016d0365ad20e
Nächste: Fortsetzung folgt...