
Im Jahr 1661 segelte der englische Seefahrer und Abenteurer Robert Holmes im Auftrag der "Royal Adventurers into Africa" den Gambia-Fluss hinauf. Seine Mission: Den strategisch wichtigen Fluss für die englische Krone zu sichern. Das Problem? Auf einer kleinen, felsigen Insel mitten im Fluss hatten sich bereits die Kurländer (aus dem heutigen Lettland) verschanzt und das Fort Jakob errichtet. Es herrschte eine Atmosphäre voller Misstrauen, Fieber, Krokodile und geheimnisvoller Allianzen mit lokalen Königen.
Gott hab ihn seelig o7

Die Hitze drückte wie eine bleierne Decke auf das Holzdeck der Henrietta. Seit Tagen segelten wir nun schon den trägen, braunen Strom hinauf, den die Einheimischen den Gambia-Fluss nannten. Links und rechts erhoben sich dichte, smaragdgrüne Mangrovenwälder aus dem Schlamm, deren Wurzeln wie die Finger riesiger Skelette in das brackige Wasser griffen.

Mein Name ist Johann von Kurland, Erststeuermann und Abenteurer. Wir waren ausgesandt worden, um unsere Männer auf der Inselfestung tief im Flussinneren mit frischem Proviant und Pulver zu versorgen. Doch der Fluss schlief nicht. Er lauerte.

„Krokodil!“, rief der Ausguck plötzlich und deutete auf eine Sandbank voraus.
Ein gigantisches Ungetüm, von den Mandinka ehrfürchtig „Bambo“ genannt, glitt träge ins Wasser. Fast zeitgleich veränderte sich die Luft. Die Brise starb, und aus dem dichten Dickicht des Ufers drang das dumpfe, rhythmische Klopfen einer Trommel. Die Männer an Bord wurden blass. Unsere einheimischen Führer flüsterten erschrocken ein Wort: „Sabar-u-jinne“ – die Geistertrommel. Sie glaubten, die Dschinn des Waldes würden uns das Verderben verkünden. Doch ich wusste es besser. Das waren keine Geister. Das war ein Signal. Jemand beobachtete uns.
Plötzlich knallte es. Eine Muskete feuerte aus den Mangroven. Das Projektil splitterte in die hölzerne Reling, nur Zentimeter von meinem Kopf entfernt. Gleichzeitig sahen wir im Dunst der Flussbiegung die Umrisse einer kleinen Inselfestung. Doch statt der vertrauten kurlandischen Flagge wehte dort ein fremdes Banner. War das Fort bereits gefallen?
Wir mussten sofort handeln, bevor die Strömung uns direkt vor die Kanonen der Festung trieb oder wir am Ufer in einen Hinterhalt gerieten.

Wie soll es weitergehen?
Liebe Mitleser, Johann steht am Scheideweg. Welchen Befehl soll er der Besatzung geben? Stimmt jetzt ab, um den Verlauf der Geschichte zu bestimmen:
Option A: Das Risiko des Ufers. Johann lässt die Boote zu Wasser lassen, um im Schutz der dichten Mangroven an Land zu gehen. Er will versuchen, die indigene Bevölkerung zu kontaktieren, um herauszufinden, wer das Fort besetzt hält – riskiert dabei aber, in den Sümpfen von den Angreifern (oder dem hungrigen „Wasserschubbi“ und Krokodilen) umzingelt zu werden.
Option B: Der Frontalangriff. Johann lässt die Kanonen der Henrietta laden, hält direkt auf die Inselfestung zu und versucht, das fremde Banner im Handstreich herunterzuschießen, um die Festung zurückzuerobern – unwissend, ob dort drinnen vielleicht Gefangene oder eine Übermacht warten.
Option C: Die List der Nacht. Johann lässt den Anker werfen und wartet regungslos die Dämmerung ab. Er will sich im Schutz der Dunkelheit – geleitet vom lautlosen Flug der geheimnisvollen Flaggennachtschwalbe – allein an den Strand der Insel schleichen, um die Lage auszuspionieren.
Vielen Dank für's Lesen. Es macht mir enorm Spaß solche Projekte voran zu bringen. Im Kommentar Bereich poste ich je drei Kommentare mit den Optionen.
Bedingungen fürs weitere Kapitel: der meistgelikte Kommentar muss mindestens 20 Likes bekommen.
(Um mich zu motivieren und zu sehen, dass an einem weiteren Kapitel und der Fortsetzung des Projekts Interesse besteht.)
Für Optimierung des Pen and Paper Inhalts bin ich offen und dankbar. Ich hab überlegt einige Ausgänge auszugwürfeln IRL