

Vor rund einem Monat hat in Gambia ein neues Kapitel begonnen. Unser Land befindet sich mitten in einer umfassenden Umstrukturierung, weg von den Strukturen einer Diktatur und hin zu einem demokratischeren, offeneren und moderneren Gambia.
Nach nur einem Monat lässt sich bereits sagen: Wir haben viel erreicht.
Ein großer Teil unserer Arbeit findet dort statt, wo die Bürgerinnen und Bürger sie kaum unmittelbar wahrnehmen. Die Hauptkommunikation innerhalb Gambias findet weiterhin Ingame statt, während die Regierungsarbeit sowohl Ingame als auch auf unserem Discord-Server erfolgt.
Gerade deshalb ist ein Großteil unserer Arbeit für die Bevölkerung nicht jeden Tag sichtbar. Entscheidungen, Absprachen, diplomatische Gespräche und organisatorische Prozesse finden häufig im Hintergrund statt.
Dennoch war es uns wichtig, auch die Strukturen rund um unsere Gemeinschaft grundlegend zu modernisieren.
Nach etwa einem Monat haben wir unseren Discord vollständig umgestaltet. Dazu gehören unter anderem personalisierte Sticker und Emotes, Game-Bots und zahlreiche weitere Funktionen, die unsere Gemeinschaft moderner und lebendiger machen sollen.
Dabei verfolgen wir bewusst einen anderen Ansatz als frühere Regierungen: Bürokratie soll kein Hindernis für unsere Bürger sein.
Und genau hier können wir bereits eine positive Bilanz ziehen. Die Bürokratie ist für unsere Bevölkerung kaum bis gar nicht spürbar. Unser Anspruch ist es, dass staatliche Strukturen funktionieren, ohne das alltägliche Leben unnötig kompliziert zu machen.
Einer unserer größten Erfolge des vergangenen Monats liegt in der Außenpolitik.
Wir haben es geschafft, Frieden und gute Beziehungen mit Mauritania, Liberia, Guinea-Bissau, Morocco und zahlreichen weiteren westafrikanischen Staaten aufzubauen.
Für uns war von Anfang an klar: Gambia kann seine Zukunft nicht isoliert gestalten.
Wir wollen ein verlässlicher Nachbar sein, ein Partner, auf den man sich verlassen kann, und ein Staat, der Konflikte nicht unnötig verschärft.
Diese diplomatische Arbeit sollte sich schon bald als entscheidend erweisen.
Anfang Juli versuchten die Spanier gemeinsam mit Cap Verde, sich aus der Besetzung durch Mauritania zu befreien.
Mitte des Monats eskalierte die Situation weiter, als Venezuela in den Konflikt eingriff. Die westafrikanischen Staaten leisteten erheblichen Widerstand. Venezuela wertete diesen Widerstand jedoch als Angriff und begann daraufhin gemeinsam mit Brasilien eine groß angelegte Vergeltungsoffensive.
Bis Anfang August konnten Venezuela und Brasilien zunächst große Fortschritte erzielen.
Doch das afrikanische Volk gab nicht auf.
Nach und nach begann die Gegenoffensive. Die besetzten Gebiete wurden zurückerobert und die westafrikanischen Staaten kämpften sich Schritt für Schritt zurück.
Und mittendrin: Gambia.
Wir haben unsere neu gewonnenen Nachbarländer aktiv unterstützt und uns trotz unserer eigenen Beteiligung am Kampf gegen Venezuela und Brasilien nicht aus unserer Verantwortung zurückgezogen.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Gambia trotz seiner Beteiligung am Krieg nicht selbst von Venezuela oder Brasilien angegriffen wurde.
Das ist kein Zufall.
Es ist das Ergebnis unserer Außenpolitik.
Die Beziehungen, die wir in den Wochen zuvor aufgebaut haben, haben sich in einer der schwierigsten Situationen als wertvoll erwiesen. Vertrauen entsteht nicht in dem Moment, in dem ein Krieg beginnt – Vertrauen entsteht lange davor.
Auch wirtschaftlich konnten wir in unserem ersten Monat bemerkenswerte Ergebnisse erzielen.
Während dieser Zeit hatten wir im Wechsel Kühe und die mysteriöse Pflanze als Bonus zur Verfügung.
Gleichzeitig konnten wir von Woche zu Woche durch den Bonus mehr als 1.000 BTC an Steuern erzielen.
Für uns ist das ein Zeichen dafür, dass sich unsere Gemeinschaft wirtschaftlich entwickelt und dass die gambische Bevölkerung einen wichtigen Beitrag zur Stabilität unseres Landes leistet.

Auch auf dem Schlachtfeld des aktuellen Turniers haben die Gambianer erneut gezeigt, was in ihnen steckt.
Mit einem Gesamtschaden von über 7.5 Millionen DMG konnten wir ein beeindruckendes Ergebnis erzielen.
Und das ist umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtigt, dass ein großer Teil unserer Spieler auf Eco geskillt ist.
Einige unserer Mitglieder durften sogar kurzzeitig die begehrte Medaille für Platz 1 in den Händen halten.
Am Ende konnten uns andere Spieler noch vom ersten Platz verdrängen.
Doch für uns zählt nicht allein der Platz auf der Rangliste.
Denn diese Leistung zeigt, dass Gambia auch mit vergleichsweise begrenzten Mitteln in der Lage ist, ganz oben mitzuspielen.
Am Ende dieses ersten Monats möchten wir jedoch nicht nur über Politik, Diplomatie, Wirtschaft oder Krieg sprechen.
Wir möchten über euch sprechen.
Über jeden einzelnen Gambianer, der unsere Gemeinschaft jeden Tag mit Leben füllt.
Über diejenigen, die lustige Artikel schreiben und damit andere zum Lachen bringen.
Über diejenigen, die gute Vorschläge einbringen und unsere Regierung immer wieder dazu bringen, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Über diejenigen, die einfach gute Laune im Chat verbreiten und dafür sorgen, dass Gambia nicht nur ein Staat, sondern eine Gemeinschaft ist.
Darauf sind wir stolz.
Vor gerade einmal einem Monat haben wir begonnen, Gambia neu zu gestalten. Noch ist dieser Weg lange nicht abgeschlossen. Eine Demokratie entsteht nicht über Nacht und ein Staat lässt sich nicht innerhalb weniger Wochen vollständig verändern.
Aber wir haben den ersten Schritt gemacht.
Wir haben Strukturen verändert.
Wir haben diplomatische Beziehungen aufgebaut.
Wir haben unsere Nachbarn unterstützt.
Wir haben uns in einem Turnier behauptet.
Wir haben wirtschaftliche Erfolge erzielt.
Und vor allem haben wir begonnen, eine Gemeinschaft aufzubauen, in der jeder seinen Teil beitragen kann.
Gambia ist noch nicht am Ziel.
Aber wir sind auf dem Weg.
Und diesen Weg gehen wir gemeinsam.
