Wir waren fast von Anfang an dabei.
https://app.warera.io/user/6976af4dd0b91ae6b4730950 und ich haben Deutschland von seinen ersten Tagen an miterlebt. Wir waren da, als noch alles klein und überschaubar war. Wir sahen neue Spieler kommen, neue Allianzen entstehen und waren bei den ersten Schlachten dabei.

Wir sahen zu, wie die Spielerzahl anstieg.
200 Spieler.
300 Spieler.
500 Spieler.
Und irgendwann waren es über 1.000 Spieler in DE. Platz 1!
Deutschland wurde größer und so veränderte sich auch alles.
Politische Entscheidungen kamen und gingen. Regierungen wechselten, Bündnisse entstanden und zerfielen wieder. Kaum hatte man sich an eine politische und kriegerische Richtung gewöhnt, wurde sie schon wieder geändert.
https://app.warera.io/user/6976af4dd0b91ae6b4730950 und Ich beobachteten das ganze eine Weile. Wir hatten mittlerweile so viel gesehen und so viele Fehlentscheidungen miterlebt, dass uns eigentlich kaum noch etwas überraschen konnte.
Dachten man zumindest. Eines Abends waren wir nach einigen Getränken noch unterwegs. Die Nacht war lang gewesen und wir kamen gerade aus unserer Bar. Wir liefen die Straße entlang, als ich plötzlich stehen blieb. An einer Hauswand hing ein großes Plakat. Darauf war ein gruseliges Pinkes Monster abgebildet welches uns irgendwie bekannt vor kam. Darauf Stand: „HABIBI! KOMM IN DEN IRAN"

Wir mussten kein einziges Wort wechseln. Wir wussten sofort: Warum? Keine Ahnung. Vielleicht war es der Alkohol. Vielleicht war es Schicksal. Vielleicht waren wir auch einfach verzweifelt. Aber die Entscheidung war gefallen. Iran!
Am nächsten Tag standen wir tatsächlich dort. Mitten im Iran.
Pass geändert, MU gewechselt.
Wir wurden herzlich empfangen und von Anfang an aufgenommen. Es dauerte nicht lange, bis wir merkten, dass wir hier nicht nur zum Zuschauen da waren. Denn kurze Zeit später standen wir bereits an den Fronten. Ausrüstung angelegt. Waffen bereit. Vor uns das Schlachtfeld.
Wir hatten Deutschland von Anfang an begleitet. Wir hatten erlebt, wie aus ein paar hundert Spielern über tausend wurden. Wir hatten politische Veränderungen kommen und gehen sehen und jetzt standen wir tausende Kilometer entfernt an einer anderen Front und kämpften für ein Land, das wir ursprünglich nur wegen eines verrückten Plakats betreten hatten. Von Deutschland in den Iran. So hatten wir uns unsere Geschichte damals sicher nicht vorgestellt. Aber vielleicht ist genau, das der Grund, warum wir überhaupt noch dabei sind.
Weil man nie weiß, wohin die nächste Schlacht führen wird.
