Wenn Europa brennt: Warum kämpfen wir in Afrika?

Martin_Luther11. Mai 2026politics

„Mancher Tor meint, er führe Krieg, wenn er dem Nachbarn den Zaun einreißt. Doch der weise Landsknecht weiß: Es ist besser, dem Feinde erst die Kreditkarte zu sperren, bevor man ihm die Haustür eintritt. Wer in Ägypten die Goldesel schlachtet, dem wird in Paris kein Widerstand mehr begegnen. Denn wahrlich, ein Ritter ohne Moos ist wie eine Serververbindung ohne Ping – vorhanden, aber völlig nutzlos.“

​— Martin Luther (gepostet an die Tür der Schlosskirche zu Warera, 1521)

​Eine kurze Predigt zur Lage der Nation

​Liebe Mitstreiter und besorgte Strategen,

​mein beobachtender Blick schweift über die Karten, und ich vernehme das Murren in den Reihen über die mangelnde Transparenz. Es ist verständlich, dass der Blick starr auf die brennenden Grenzen in Europa gerichtet ist. Doch lasset uns nicht wie der blinde Schmied sein, der den Amboss schlägt, während das Feuer in der Esse erlischt.

​Warum also Ägypten? Warum der Irak oder andere Länder?

​Der feindliche Block ist ein Riese, dessen Arme zwar in Frankreich und Italien nach uns schlagen, dessen Herz aber in den Schatzkammern des Südens und des Nahen Ostens pumpt. Diese Länder sind die stärksten Geldgeber unserer Gegner. Würden wir uns nur in Europa aufreiben, bekämpften wir lediglich die Symptome, während der Gegner durch den steten Goldfluss immer wieder neue Schwerter kauft und Söldner bezahlt.

​Indem wir unsere Verbündeten dort unterstützen und die wirtschaftliche Basis des Feindes gezielt schwächen, ziehen wir den Giftzahn, bevor der Feind zubeißen kann. Wir drehen den Geldhahn zu, bevor wir den Krieg im Norden final entscheiden.

​Ein Sieg in Paris ist süß, aber ein Sieg durch den Staatsbankrott des Gegners ist endgültig. Habt Vertrauen in "die da oben" und denkt daran: Ein Krieg wird oft auf dem Schlachtfeld begonnen, aber immer an der Kasse gewonnen.

​In diesem Sinne: Rückt zusammen, haltet die Linie, die Messer gezückt und geschärft und lasset uns den Beutel des Feindes leeren!

​Euer,

​Martin Luther